Zeitumstellung mit Baby: So klappt sie entspannt
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Zweimal im Jahr drehen wir an der Uhr. Wir freuen uns im Herbst über die geschenkte Stunde. Unsere Kinder? Die wissen davon nichts. Ihre innere Uhr richtet sich nach Licht, Dunkelheit und euren Routinen, nicht nach dem Kalender.
Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Vorbereitung ist die Umstellung meistens nach ein paar Tagen vorbei.
Wann wird die Uhr umgestellt?
- Herbst: in der Nacht auf den letzten Sonntag im Oktober, die Uhr wird von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt.
- Frühling: in der Nacht auf den letzten Sonntag im März, die Uhr wird von 2 auf 3 Uhr vorgestellt.
Warum die Umstellung Kinder so durcheinanderbringt
Wacht dein Kind normalerweise um 7 Uhr auf, ist es nach der Herbst-Umstellung plötzlich um 6 Uhr wach. Und abends ist es eine Stunde früher müde als sonst. Im Frühling ist es umgekehrt: Am Abend ist es noch nicht müde, und am Morgen musst du es vielleicht wecken.
Im Herbst: Schlafenszeiten langsam nach hinten schieben
Fang etwa 4 bis 6 Tage vorher an und verschiebe die Schlafenszeit (und auch Nickerchen und Essen) jeden Tag um 10 bis 15 Minuten nach hinten. Am Sonntag seid ihr dann schon fast bei der neuen Zeit angekommen.
Geht dein Kind in die Kita und die festen Zeiten unter der Woche lassen das nicht zu? Dann nutzt das Wochenende davor und macht dort etwas grössere Schritte.
Im Frühling: Schlafenszeiten langsam nach vorne holen
Genau umgekehrt: Ein paar Tage vorher jeden Tag 10 bis 15 Minuten früher. Weck dein Kind morgens ruhig etwas früher als gewohnt, damit es abends rechtzeitig müde wird.
Was in beiden Fällen hilft
Routine beibehalten. Bad, Kuscheln, Geschichte: Was ihr sonst macht, gibt deinem Kind gerade jetzt Halt. Es erkennt am Ablauf, dass gleich Schlafenszeit ist, egal was die Uhr sagt.
Licht gezielt nutzen. Morgens viel Tageslicht, am besten draussen. Abends gedimmtes Licht und ein dunkles Schlafzimmer. Dunkelheit hilft dem Körper, das Schlafhormon Melatonin zu bilden.
Bewegung und frische Luft. Ein Tag mit viel Bewegung draussen hilft dem Rhythmus mehr als jeder Trick.
Nicht zu lange wach halten. Es ist verlockend, dein Kind einfach eine Stunde länger wach zu halten. Das führt aber oft zu Übermüdung und einer unruhigen Nacht. Lieber kleine Schritte und auf die Müdigkeitszeichen achten.
Geduld mit euch beiden. Manche Kinder sind nach zwei Tagen umgestellt, andere brauchen eine Woche oder länger. Beides ist normal.
Und wenn es danach einfach nicht besser wird?
Manchmal ist die Zeitumstellung nur der Moment, in dem sichtbar wird, dass der Schlaf schon vorher wackelig war. Dann lohnt sich ein genauerer Blick darauf, welches Puzzleteil bei euch gerade fehlt.
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